Gelungener Start in die zweite Saisonhälfte

Nach dem erfolgreichen Grunddurchgang, welchen der VBC auf Platz 1 der 2. Bundesliga Ost beendete, stand am 20.2 das erste Spiel in der (in diesem Jahr neu eingeführten) Meisterrunde auf dem Programm.

In der Meisterrunde spielen die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der 2. Bundesliga OST / SÜD / WEST gegeneinander, um den Meister der 2. Bundesliga zu bestimmen. Der Erst- und Zweitplatzierten kämpfen danach, mit den beiden letztplatzierten Mannschaften der 1. Bundesliga, um den Aufstieg bzw. den Verbleib in der Liga.    

Erster Gegner für den VBC war am Samstag UVC Graz 2.

Die Grazer, rund um Head Coach Kubilay Yilmaztopcuoglu, haben den Grunddurchgang, ebenso wie die Steyrer, auf Platz 1 beendet - 14 Spiele, 12 Siege, 2 Niederlagen - so die Bilanz der Grazer.

 

Das Spiel begann sehr ausgeglichen und auf beiden Seiten wurde konstant gepunktet. Bis zum 16:16 war es ein komplett offener Schlagabtausch ehe sich die Heimmannschaft etwas absetzten konnte. Nach strittiger Schiedsrichterentscheidung und einer daraus resultierenden gelben Karte für Außenangreifer Thomas Kürbisch holten sich schlussendlich die Hausherren den Satz denkbar knappen mit 27:25.

Der VBC steckte diesen knappen Satzverlust aber professionell weg und man konnte sich bis zur zweiten Auszeit in Durchgang 2 einen komfortablen 16:11 Vorsprung erspielen. Da die Annahme immer stabiler wurde, konnte Zuspieler Flo Grasserbauer seine Kollegen gekonnte in Szene setzten.
Überraschend klar endete Satz 2 mit 25:16 – der VBC stellte auf 1:1 in Sätzen.

 

Durchgang 3 war an Kuriosität kaum zu überbieten. UVC Graz fand nach dem Satzverlust wieder besser ins Spiel und konnte vor allem über den jungen Diagonalangreifer Stephan Willfurth immer wieder punkten. Allerdings steckten die Steyrer nicht auf und beim Stand von 15:21 nahm Spielertrainer Dominik Kefer ein Timeout um die Mannschaft wieder in die richtige Spur zu lenken – dies gelang perfekt.
Am Block holte man sich Punkt um Punkt und auch die starke Verteidigungsleistung rund um Abwehrchef und Libero Max Haslauer klappte hervorragend. Trotz 23:20 Führung der Gastgeber holten sich die Steyrer Satz 3 mit 28:26.


In Durchgang 4 wollte man nun auf Seiten der Steyrer alles klarmachen und die 3 Punkte mit nach OÖ nehmen. Lange Zeit sah es sehr gut aus und die Kefer-Sechs konnte die positive Energie aus dem vorhergehenden Satzgewinn mitnehmen. Man erspielte sich auch hier einen Vorsprung der am Satzgewinn eigentlich nicht mehr zweifeln ließ. Mit 23:20 lag man bereits in Front und in weiterer Folge hatte man auf Seiten der Steyrer Satz- und Matchbälle auf der Hand, welche aber allesamt nicht genutzt wurden – durch Eigenfehler am Angriff brachte man die Hausherren wieder ins Spiel. Schlussendlich wurde der Satz tatsächlich noch verloren - mit 29:27 ging der kuriose Durchgang an die Grazer.


Der VBC musste also „nachsitzen“ - man merkte in Satz 5, dass die Oberösterreicher zumindest die 2 Punkte nach den unnötigen Fehlern zum Ende vom vorherigen Satz mit nach Hause nehmen wollten. Dementsprechend stark startete man am Service und infolgedessen konnte man am Block Erfolge verzeichnen. Das eigene Side-out wurde konsequent fertig gespielt und mit 15:3!!! wurden die Grazer im Entscheidungssatz in die Schranken gewiesen.

„Hätten wir zu Ende des vierten Satzes so gespielt wie im fünften – dann hätten wir sogar 3 Punkte mit nach Steyr nehmen können – so müssen wir uns mit 2 Punkten zufrieden geben – gegen die starken Grazer aber auf jeden Fall ein Erfolg“, so Kapitän Mairhofer nach der Partie.


Am Sonntag den 21.02. stand bereits die nächste Runde auf dem Programm – wieder ein Gegner aus der Steiermark – der VC Voitsberg war zu Gast in der Stadthalle Steyr.

Der VBC Steyr und VC Voitsberg standen sich Mitte Oktober schon einmal gegenüber – im Ö-Cup 1/8 Finale konnte das Spiel in der Steiermark klar mit 3:0 von Steyr gewonnen werden.

Die Ergebnisse in der 2ten Bundesliga Süd der Mannschaft rund um Trainer Matthias Pack ließen allerdings bereits erahnen, dass sich ein solch klares Ergebnis nicht wiederholen wird.

Die Hausherren starteten ordentlich in das Spiel und man konnte sich einen Vorsprung von 5:2 herausspielen – aber auch die Gäste fanden langsam aber sicher zu ihrem Spiel. Überschattet wurde die Anfangsphase von einer Verletzung des Voitsberger Aufspielers Tobias Ziegler, welcher nach einer Blockaktion unglücklich landete und umknickte.

Nach der Unterbrechung waren es wieder die Steyrer die dem Spiel den Stempel aufdrückten – bei 24:22 standen auch bereits die ersten Satzbälle zu Buche.
Welche aber, wie auch im gestrigen Spiel, aus unerklärlichen Gründen, nicht genutzt wurden. Plötzlich waren die Gäste am Drücker und hatten ihrerseits bei 24:25 sogar die Chance auf den Satzgewinn. Schlussendlich war es aber der VBC, der sich diesen denkbar knappen Satz mit 27:25 holte.

Die Voitsberger ließen sich durch den Satzverlust nicht aus der Ruhe bringen und starteten mit guten Aktionen am Block und stärker werdendem Service. 4:1 der kurzzeitige Zwischenstand.
Mit einer kämpferischen Leistung und konzentriertem Spiel im Angriff, sowie Druck am Service plus dazugehöriger Feldverteidigung kamen die Hausherren wieder heran – bei technical timeout Nummer 2 war man bereits wieder mit 16:13 in Führung. Während der VBC ab dann wieder etwas zu schwächeln begann, waren die Herren aus der Steiermark wieder voll da und vermochten es, die kurze Schwächephase gekonnt zu nutzen. Entschieden wurde der Durchgang somit erst beim Stand von 21:21– mit 4 Punkten in Serie ging Satz 2 mit 25:21 an den VBC.

 

Durchgang 3 wurde auch vom VBC dominiert und von Beginn an liefen die Voitsberger einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 23:20 wieder das alte Lied – die letzten beiden Punkte wollten und wollten nicht gelingen. Die Gäste waren in dieser Phase etwas kaltschnäuziger und nutzten Satzball Nummer 2 zum 24:26 und zum 1:2 in Sätzen.

Etwas verunsichert vom unnötigen Satzverlust fand der VBC nur schwer wieder zu alter Stärke zurück. Man sah sich bereits mit einem 3 Punkte Rückstand bei 16:19 konfrontiert. Nach Timeout Ansprache von Spielertrainer Kefer holte man sich Punkt um Punkt und konnte zum 21:21 ausgleichen.
Getragen vom hervorragenden Steyrer Publikum überwand man auch noch die letzte Hürde und holte sich den Sieg und somit 3 Punkte – 25:23 der Endstand in Satz 4.

 

„ Mit 5 Punkten aus den ersten beiden Spielen können wir absolut zufrieden sein - in dieser Tonart kann es weitergehen“ – so ein glücklicher Luki Köglberger nach dem Sieg.

„Ein toll anzusehendes Match für die Zuschauer, mit dem richtigen Ausgang“ – freut sich Präsident Fritz Hampel über die 3 Punkte.

Nächst Woche steht das Spiel gegen den oberösterreichischen Tabellennachbarn UVC Ried am Programm.
Nach dem verlorenen OÖ Cup Finale hat man mit den starken Innviertlern noch eine Rechnung offen.

Spielbeginn am Sonntag den 28.02 ist um 18:00 Uhr in der Stadthalle Steyr.