VBC muss sich in Ried in der Relegation beugen


Nachdem man das Meisterplayoff erfolgreich bestreiten konnte und hinter Hypo Tirol 2 auf den 2ten Tabellenplatz landete durfte man in der Relegation gegen UVC Ried im Innkreis antreten.
Die mit diversen Legionären bestückte Mannschaft von Coach Alexander Prietzl war natürlich in den beiden Duellen (Donnerstag 20.04 und Samstag 22.44) der haushohe Favorit, David gegen Goliat wenn man so will.
 

 

Das sehr gut besuchte OÖ Derby in der Steyrer Stadthalle wurde vom Beginn allerdings vom Aussenseiter Steyr dominiert.
Mit sehr starkem Service u.a. von Aufspieler Sebi Bachmayr konnten die Annahmereihen der Rieder enorm unter Druck gebracht werden.

Mit 8:5 holte sich die Heimmannschaft die erste technische Auszeit. Sichtlich beeindruckt von der Leistung der Steyrer konnten sich die Gäste aus dem Innviertel auch nach der Auszeit nicht wirklich fangen.
„Unsere einzige Chance war es am Service volles Risiko zu gehen – das ist uns vor allem im ersten Satz gut gelungen“ so Coach Dominik Kefer.
Der VBC konnte den Vorsprung in der 2ten Satzhälfte sogar noch deutlich ausbauen – zwischenzeitlich war man mit sage und schreibe 11 Punkten in Front (21:10).

Schön langsam aber sicher fanden aber auch die Herren aus der ersten Bundesliga zu Ihrem Spiel.
Der UVC Ried rund um Kapitän und Aufspieler Nagy Stefan kam nochmals heran – schlussendlich holten sich aber die Gastgeber den ersten Durchgang mit 25:19.
 
Der 2te Satz war sehr ausgeglichen – von einem Klassenunterschied war nach wie vor wenig bis gar nichts zu sehen.
War man bei der zweiten technischen Auszeit noch mit 14:16 im Rückstand aus Sicht des VBC´s so konnten die 2 Punkte aufgeholt werden und man ging dann sogar mit 21:20 in Führung.

Weiterhin wurde beim VBC konzentriert gearbeitet – es wurden dann sogar 2 Satzbälle erspielt – 24:22. Es konnten aber beide nicht genutzt werden – die beiden Angriffe von Kapitän Mairhofer fanden am Block der Rieder ein jähes Ende.
Satz Nummer 2 ging also in der Verlängerung! Auf beiden Seiten gab es unzählige Möglichkeiten den Durchgang für sich zu entscheiden! Es dauerte bis zum 29:30 ehe die Gäste zum 29:31 den Ball im Feld des VBC´s unterbrachten.
„Wir hatten hier die große Möglichkeit mit den 2 Satzbällen auf 2:0 in Sätzen zu stellen – bitter dass wir die Chancen nicht genutzt haben“ so Präsident Hampel Fritz.

Nach dem knappen 1:1 Ausgleich in Sätzen nahmen die Rieder das Heft in die Hand.

Beim VBC konnte am Service nicht mehr ganz so viel Druck erzeugt werden und so stabilisierten sich die Annahmereihen der Gäste und Stefan Nagy fütterte vor allem die beiden Legionäre Tomilin Oleksandr (UA) und Polczyk Tomasz (PL) mit seinen Zuspielen.
Satz 3 ging mit 17:25 an die Gäste.
 
 
Ähnliches Bild im 4ten Satz. Mit 4:8 hat man gleich zu Beginn wieder den Anschluss etwas verloren.
Man konnte zwar später nochmal den ein oder anderen Punkt aufholen – zum Schluss setzten sich aber die Rieder mit 19:25 durch und entschieden das erste Releagtionsduell für sich.

Mit dem Gesamtergebnis von 90:100 Punkten zeigten die Steyrer trotz der 3:1 Niederlage eine ansprechende Leistung.


Am Samstag 22.04 um 16 Uhr fand gleich das zweite Spiel der best of three Serie statt! Da die eigentliche Heimstätte (Messehalle Ried) nicht mehr zu Verfügung stand muss der UVC in die Sporthalle nach Grieskirchen ausweichen.
Der VBC musste ohne Top Scorer Mairhofer das Spiel antreten  - aufgrund einer privaten Verpflichtung war der Kapitän nicht dabei!

Alex Prietzl zog gleich zu Beginn einen weiteren Trumpf aus der Tasche! Der aus Deutschland verpflichtete Diagonalangreifer Schober Thomas, welcher am Donnerstag nicht spielte, stand von Beginn an am Feld und machte den Steyrer von Beginn an das Leben sehr schwer.
 
Der VBC fand überhaupt nicht ins Spiel und konnte am Service, im Gegensatz zu Donnerstag, wenig bis gar keinen Druck erzeugen! Den Riedern allerdings schien an diesem Tag alles aufzugehen.
In der gut besuchten Grieskirchner Halle spielten die Mannen von Coach Alex Prietzl den VBC an die Wand.
Satz 1 ging mit 25:12 an den UVC.

Der 2te Satz begann etwas ausgeglichener und man konnte das Spiel länger offen gestalten – 15:16 aus Sicht des VBC bei der technischen Auszeit.
Dann waren es aber wieder Tomilin Oleksandr und Co. welche die entscheidenden Punkte lieferten. Beim VBC scheiterte man immer wieder am starken Block der Rieder. Mit 25:18 stellte der Favorit auf 2:0.
 
Im Dritten war die Luft beim VBC endgültig weg! Das Fehlen von Top Scorer Mairhofer machte sich natürlich auch in jedem Spielzug bemerkbar.
Keine Chance mehr im letzten Satz für diese Saison. Mit 25:11 ließen die Rieder keine Zweifel mehr aufkommen über den Sieger.

„Ich denke dass wir am Donnerstag von den Riedern etwas unterschätzt wurden, das haben wir ausnutzen können, dieser Fehler ist ihnen heute nicht mehr passiert“ so Coach Dominik Kefer nach der deutlichen Niederlage!

Wir können auf die Leistungen in dieser Saison sehr stolz sein – die Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Mit der Verletzung von Fabian Wald und Michael Pirklbauergleich zu Beginn der Saison sowie des ohnehin kleinen Kaders waren wir personaltechnisch immer am Limit. Wir haben alles rausgeholt – so ein schlussendlich doch zufriedener Coach Dominik Kefer!
 

Trotz der Niederlage in der Relegation ist der VBC trotzdem für das nächste Jahr in der ersten Bundesliga qualifiziert:  Zwar verlor das Team von Spielertrainer Dominik Kefer das Relegationsduell, schloss aber die Meisterrunde der 2. Bundesliga vor Wiener Neustadt ab und kann daher das letzte Ticket für die DenizBank AG Volley League Men 2017/18 für sich in Anspruch nehmen. Ob der VBC den Schritt in die Erstklassigkeit wagt ist noch nicht bekannt gegeben worden!
Im zweiten Relegationsduell setzte sich VBC TLC Weiz klar mit 2:0 in Spielen gegen VCU Wiener Neustadt durch.

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